Eine Wettbewerbsstrategie definiert die Beziehung des Unternehmens mit vier Gruppen von Marktteilnehmern:

  • Die Value Proposition gegenüber Kunden
    Dies ist eine klare, einfache Beschreibung des Nutzens, den das Unternehmen den Zielkunden bietet (inkl. dem geforderten Preis). Die Value Proposition beantwortet die Frage, weshalb ein Kunde beim Unternehmen kaufen soll, und nicht bei der Konkurrenz.

  • Der nachhaltige Wettbewerbsvorteil
    Welchen Wettbewerbsvorteil hat das Unternehmen gegenüber seinen Konkurrenten? Wie lässt sich dieser über Zeit aufrechterhalten? Es gibt verschiedene Arten von Wettbewerbsvorteilen: Strukturelle Vorteile (z.B. Marktdominanz, Skalenvorteile, Zugang zu Ressourcen, Regulierung), Reputation (z.B. Markenstärke), Momentum (z.B. Kaufverhalten), überlegene Fähigkeiten (z.B. Design, operative Exzellenz, Service, Innovation).

  • Die Beziehung zu Lieferanten und Distributoren
    Gegnerisch oder partnerschaftlich? Wie ist die Machtbalance zwischen dem Unternehmen und seinen Lieferanten und Distributoren definiert?

  • (Manchmal) die Beziehung zu anderen Stakeholdern
    z.B. zu Mitarbeitern, Kapitalgebern, Politik

Die Value Proposition und der nachhaltige Wettbewerbsvorteil sind besonders wichtige Elemente der Strategie. Manche Strategieprofessoren haben jedoch in letzter Zeit das Konzept des nachhaltigen Wettbewerbsvorteils als nicht mehr zeitgemäss bezeichnet. Wettbewerbsvorteile seien heutzutage nur noch temporär. Dieser Artikel fasst die Überlegungen dazu zusammen.