Unternehmen haben manchmal unterschiedliche Optionen, die sich gegenseitig nicht ausschliessen, oder sie können Strategien mit unterschiedlicher Geschwindigkeit verfolgen. In solchen Fällen muss das Unternehmen die Reihenfolge und den Zeitpunkt strategischer Schritte festlegen. "When to compete" ist nicht in allen Branchen eine kritische Dimension. Es ist jedoch vor allem relevant in:

  • Sehr dynamischen Branchen, in denen sich die Quelle des Wettbewerbsvorteils schnell ändert (z.b. aufgrund neuer Technologien).
  • Branchen in denen strukturelle Wettbewerbsvorteile keine wichtige Rolle spielen, und der Erfolg stattdessen von einer Reihe gut ausgeführter strategischer Schritte abhängt.

Die Dimensionen von "when to compete" sind:

  • Entscheidung wann das Unternehmen in neue Märkte eintreten soll, oder wann es sich aus bestehenden Märkten zurückzieht.

  • Entscheidung wann Investitionen getätigt oder Realoptionen ausgeübt werden sollen (z.B. Bau neuer Produktionsanlagen, Verlagerung der Produktion). Diese können dem Unternehmen einen temporären Wettbewerbsvorteil verschaffen.

  • Entscheidung wann und unter welchen Umständen Innovationen lanciert werden sollen. Das Management von Innovationen ist ein wichtiger Bestandteil des strategischen Managements.

  • Entscheidung ob das Unternehmen auf der Basis aufeinanderfolgender temporärer Wettbewerbsvorteile im Markt konkurrieren will. Diese werden zwar kopiert, aber durch den nächsten Vorteil des Unternehmens abgelöst. Dies ist eine Strategie der laufenden, inkrementellen Innovation.